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	<title>Eine Tür ist genug &#187; Beziehungsgeschichten</title>
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	<description>Beziehungsgeschichten im Jetzt...</description>
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		<title>Die Bewegung des Evangeliums</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 12:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jens Janson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht ist dies der Kern des christlichen Glaubens: Was am Rand steht, gehört in die Mitte. Wer an den Rand der Verhältnisse geraten ist und sich dort aufhält, kommt in die Mitte dessen, das wir Gott nennen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist dies der Kern des christlichen Glaubens: Was am Rand steht, gehört in die Mitte. Wer an den Rand der Verhältnisse geraten ist und sich dort aufhält, kommt in die Mitte dessen, das wir Gott nennen. In die Mitte der göttlichen Aufmerksamkeit und des göttlichen Kraftfelds. Ich bin Gottes Ebenbild. Das ist mir in meiner Taufe unverbrüchlich zugesagt worden, das ist in diesem Moment für alle Zeit Wirklichkeit geworden an mir.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Aber: Glaube ich das für jeden Teil meiner Persönlichkeit? Lasse ich das auch gelten für die schambehafteten, die verdrängten, die abgespaltenen Teile meines Wesens und meiner Lebensgeschichte?</span></p>
<blockquote><p>Was am Rand steht, gehört in die Mitte.</p></blockquote>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Paulus beschreibt im 1. Korintherbrief ein Bild des menschlichen Körpers mit allen zu ihm gehörenden Teilen und Gliedern. Er sagt: Der menschliche Körper besteht aus Teilen, die von uns wichtig genommen und hoch geachtet werden (z.B. Herz, Hirn oder Augen, Hände und Beine). Und aus Teilen, die wir unwichtig finden oder nicht wahrnehmen, nicht ernst nehmen (kleine Körperhaare oder innere Organe). Die Teile sind natürlich nicht gleich, sie sind hoch verschieden. Aber in der Wahrnehmung Gottes sind sie allesamt gleichwertig. Alle Teile gehören unverbrüchlich zusammen; erst in ihrer Vollzähligkeit bilden sie das Ganze. Wenn schon ein einziges Teil fehlte oder gering geachtet und aussortiert, für nicht erheblich erachtet würde, dann wäre die Vollständigkeit des Ganzen zerstört, seine Identität, sein Heil.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Diesem Bild gemäß kann eine menschliche Gemeinschaft sich erst dann wirklich christlich nennen, wenn sie sich so versteht und so miteinander umgeht: im vollen Bewusstsein der Unterschiedlichkeit und zugleich der Gleichwertigkeit aller ihrer Mitglieder. Alle müssen voll geehrt werden als zur Vollständigkeit des Ganzen unerlässliche Teile. Keiner, keine darf geringer geachtet werden als andere oder gar als unbedeutend aussortiert werden.</span></p>
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Ganz Frau sein und auch Mann" href="http://eine-tuer.de/ganz-frau-sein-und-auch-mann/">„Als dann ein Mensch für mich nochmal da war, der sagte: ‚Du bist so &#8211; aber wo ist erst mal das Problem? Herzlich willkommen, komm zu mir!‘, waren natürlich Schleusen geöffnet.&#8221;</a></div></div>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Paulus geht noch einen theologischen Schritt weiter und sagt: Wenn eine Gemeinschaft so mit sich und der Bedeutung aller ihrer Teile umgeht, dann IST sie Christus. Dann ist Christus in genau dieser Haltung und in allen, die sie einnehmen, lebendig, gegenwärtig und auferstanden. Seine Sache, seine Haltung gegenüber dem Leben, seine Potenz, die wir Christus nennen, sie ersteht auf in einer Gemeinschaft, die sich versteht und lebt wie Jesus es praktizierte. In solch einer Gemeinschaft ereignet sich Ostern, sie wird zum lebendigen Christus, zum Leib Christi.</span></p>
<p>Was am Rand steht, gehört in die Mitte. Eine Geschichte um Jesus erzählt das genau: die Salbung Jesu im Hause Simons des Aussätzigen in Bethanien durch die Frau. Jesus liefert sich in dieser Begegnung den Lebensbedingungen eines anderen Menschen aus: Simon des Aussätzigen in Bethanien. Jesus geht zu diesem ansteckenden Leprakranken und isst mit ihm.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Alle wissen, die sich ausgestoßen fühlen aus echter menschlicher Gemeinschaft, aus welchem Grund auch immer: Es ist für Körper und Seele tief heilsam, wenn jemand nicht hysterisch auf mich reagiert, sondern sein Leben mit mir teilt – und wenn nur eine bestimmte, vielleicht kurze Wegstrecke. Vielleicht war Jesus drei Stunden bei und mit Simon.</span></p>
<p>Jesus geht an den äußersten Rand – in das Haus des Aussätzigen: Der ist aus-gesetzt; hinaus aus dem geschlossenen Kreis der normalen menschlichen Gemeinschaft. Auch Jesus setzt sich jetzt aus und bringt dem Simon dort die volle Aufmerksamkeit des anerkennenden göttlichen Blicks. Jesus sieht Simon an und gibt ihm dadurch volles Ansehen. Simon tut übrigens mit: Als Aussätziger hätte er niemanden bei sich empfangen, niemanden an sich herankommen lassen dürfen.</p>
<p>Die eine Bewegung ist: Gott kommt zum Ausgesetzten und definiert ihn damit um zum Zentrum des Lebens, als vollwertiges Gegenüber Gottes, als Gottes Ebenbild. Die andere Bewegung ist: Simon empfängt Gott – die Fülle des Lebens – und definiert sich damit selbst um: als würdig, die Fülle des Lebens zu erhalten und somit wieder zur Mitte des Lebens zu gehören, ja selbst zur Mitte des Lebens zu werden.</p>
<blockquote><p>Eintreten für unser Leben und für das Leben. In die Mitte der vollen Aufmerksamkeit Gottes geraten.</p></blockquote>
<p>Was hier Bedeutendes geschieht, erfasst intuitiv die Frau, die dazukommt: Sie tut nun mit Jesus das gleiche, das er mit dem Aussätzigen tat: Sie salbt ihn. In der Hebräischen Bibel werden Könige und Propheten gesalbt als Zeichen der Ermächtigung für ihr Amt. Die Frau gibt Jesus mit dieser Zeichenhandlung die Fülle des Lebens. Sie gibt ihm damit die volle Aufmerksamkeit. Sie gibt ihm den Auftrag Gottes, genau so zu handeln, wie er’s tut, um das Leben ins Fließen zu bringen und es nicht zu blockieren. Sie gibt ihm die Stärkung und Wegzehrung, die Bestätigung und Kräftigung für seinen eigenen aussätzigen Weg, auf dem er seit drei Jahren schon geht und der ihm nun bevorstehen wird als Ausgestoßener auf Karfreitag hin.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Die Frau tut das als selbst am Rand Stehende. Als Frau hat sie keinen eigenen juristischen Wert in der damaligen Gesellschaft; in der späteren kirchlichen Tradition wird sie sogar als Hure verstanden. Jesus, der den Kreis des Gültigen und der Anständigen verlässt, wird von der Frau definiert als Gesalbter Gottes, also als einer, der sich in der Mitte der göttlichen Wahrheit bewegt. ‚Christos‘ heißt ‚der Gesalbte‘. Diese Definition Jesu geschieht hier durch einen Menschen, die gar keine Definitionsmacht hat damals im öffentlichen Leben.</span></p>
<p>Schwule, Lesben und Bi‘s stehen nicht wirklich am Rand unserer bundesdeutschen Gesellschaft. Transsexuelle und Intersexuelle natürlich schon deutlich mehr. Aber wir wissen alle hier in Deutschland: Es bestehen weiterhin gravierende Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit. Unsere Verfassung hat kein Diskriminierungsverbot in Zusammenhang mit sexueller Identität. Das Lebenspartnerschaftsgesetz ist 2001 nur halb umgesetzt, v.a. das Adoptionsrecht ist noch gravierend ungleich. Gibt es nachvollziehbare sachliche Gründe für diese Haltung und Blockade? Was sagen die christlichen Kirchen dazu?</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Als die Synode der vormaligen Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche im Jahr 2000 einen grundlegenden Beschluss fasste zu Aspekten der Lebensformenfrage, da beschloss sie auch eine Schulderklärung und eine Bitte der Kirche um Vergebung gegenüber allen Schwulen und Lesben, die im Namen der Kirche zu allen Zeiten verachtet, verfolgt, entrechtet und vernichtet wurden. Und die Synode erklärte, künftig jeder Form der Diskriminierung gegenüber diesem Personenkreis aktiv und konsequent zu wehren. Wie gut, wie hilfreich, wie heilsam ist das.</span></p>
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Ganz Frau sein und auch Mann" href="http://eine-tuer.de/ganz-frau-sein-und-auch-mann/">„Martina kann sich ganz auf mich einlassen, wie ich jetzt bin – ohne 25 Jahre als Folie ständig vergleichen zu müssen.“</a></div></div>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Zugleich gibt es nach wie vor Kräfte und Personen, die die substanzielle Differenz in der Bewertung von Heteros einerseits und LGBTIQs andererseits richtig finden; und die meinen, das biblisch-theologisch begründen zu können. Ich halte das für Lästerung Gottes. Was ist zu tun gegen derlei selektierende Tendenzen, gegen solche Meinungen, Haltungen und Handlungen auch innerhalb unserer Kirchen? Ich meine, wir sollten nicht auf die Heimat warten, die unsere Seelen, unser Geist und auch unsere Körper brauchen. Ich meine, wir sollten diese Heimat besetzen. Wie Simon, der Gott und Mensch an seinen Tisch holte. Der sein Haus auf diese Weise durch die Anwesenheit des Göttlichen zur Heimat machte.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Lasst uns das tun, für uns und für andere: Jesus sein, Simon sein, die Frau sein. Eintreten für unser Leben und für das Leben. In die Mitte der vollen Aufmerksamkeit Gottes geraten.</span></p>
<p>Und andere mit hineinholen.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Amen.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Pastor Nils Christiansen, </span>Ev.-Luth. Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde, Hamburg</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="ssp"></div>
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		<title>Ganz Frau sein und auch Mann</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 12:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jens Janson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer neuen Partnerschaft rechnet Elkeüberhaupt nicht mehr als sie Martina wiedertrifft. Sie verlieben sich - obwohl sich Elke sehr verändert hat.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Mitte Fünfzig ist Elke zum ersten Mal richtig solo. Mit einer neuen Partnerschaft rechnet sie überhaupt nicht mehr. Dann trifft sie Martina wieder.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Eigentlich aus Versehen, denn als sie Urlaub in Norddeutschland bucht, wird sie irrtümlich  genau in dem Dorf einquartiert, in dem sie drei Jahrzehnte zuvor im Studium gewohnt hatte. Martina ist immer noch hier. Also fasst sich Elke ein Herz und besucht sie. Und sie verlieben sich.</span></p>
<blockquote><p>Ein Arbeitersohn mit typischen Rollenvorgaben</p></blockquote>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Elke ist evangelische Pfarrerin am Niederrhein. Mit fünf Kindern aus erster Ehe, zweien aus einer darauf folgenden. Die zweite Ehe war zuvor zerbrochen. Auszug, Kontaktabbruch, Klinikaufenthalt, Psychotherapie folgten damals. Das ganze Programm – und noch etwas Entscheidendes mehr.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Denn: Elke wird als Hans-Gerd geboren, Arbeitersohn in Düsseldorf. Der wächst auf mit klaren typischen Rollenvorgaben. Nicht ungewöhnlich, Pfarrer zu werden und eine Stelle weit draußen auf dem Land zu besetzen. Verheiratet zu sein, Vater zu werden. Eher unüblich sind da schon die Wohnverhältnisse in dieser ersten Ehe: Keine klassische Pfarrresidenz, sondern ein von den Partnern zusammen gebautes Haus, jeweils mit getrennten Wohnbereichen, aber einem gemeinsamen für das Leben mit den Kindern. Arrangements. Schließlich war schon lange merkbar, dass es da etwas gibt, das den Mann in der Beziehung innerlich zerreißt. Doch die Kinder, die Arbeit – stets schien etwas wichtiger zu sein. Das Leben als Familie fand also statt – nur die Partner lebten sich dabei auseinander.</span></p>
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Die Bewegung des Evangeliums" href="http://eine-tuer.de/die-bewegung-des-evangeliums/">Was am Rand steht, gehört in die Mitte.</a></div></div>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Aber es gibt eine neue Liebe: „Als dann ein Mensch für mich nochmal da war, der sagte: ‚Du bist so &#8211; aber wo ist erst mal das Problem? Herzlich willkommen, komm zu mir!‘,  waren natürlich Schleusen geöffnet und, ja, Sehnsüchte und Erwartungen plötzlich gestillt.“ So beschreibt Elke heute die darauf folgende Beziehung zu einer Frau im Nachbarort. Ein neues Arrangement: Hier kann sich Hans-Gerd als Frau geben, zuhause. Er zieht um, heiratet wieder, zwei weitere Kindern kommen.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Bis er sich zum 50. Geburtstag entscheidet. Es ist die ernste Frage zur Lebensmitte: „Wie will ich einmal aus dieser Welt gehen?“ Hans-Gerd empfindet darauf hin sein Leben als eine Lüge. Er will sich jetzt auch offiziell zu den eigenen Gefühlen bekennen. Sich zeigen. „Das hat damit zu tun, wie ich meine Identität nach  außen lebe, und ob ich das, was ich meine, was in meiner Seele steckt, auch äußerlich vorkommen lasse.“ Seine Frau kann da nicht mehr mit, die gesamte Familie wendet sich ab, Hans-Gerd muss ausziehen.</span></p>
<blockquote><p>Wie neu geboren</p></blockquote>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Aus der Krise geht schließlich Elke hervor – wie neu geboren, unter heftigen Schmerzen. Nicht mehr Mann, ohne Partnerschaft. Voller Ungewissheit: Werden meine Kinder den Kontakt zu mir halten? Ist es wenigstens möglich, am altvertrauten Platz zu arbeiten?„Alles, aber wirklich alles stand bei meinem 54. Geburtstag zur Disposition,“ sagt sie.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Doch es geht gut. Nach der Einnahme von Hormonen ist ein Gefühl präsent: So ist es endlich richtig! Die Kinder kommen wieder auf sie zu. Die Gemeinde steht zu ihr, mit wenigen Ausnahmen. Im vollgepfropften Pfarrsaal heißt es noch einmal, sich seelisch ganz und gar zu exponieren. Aber dann entflammt die Solidarität. Der Pfarrer war so beliebt gewesen, dass die Pfarrerin sich auf die Loyalität der Leute stützen kann.</span></p>
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Die Bewegung des Evangeliums" href="http://eine-tuer.de/die-bewegung-des-evangeliums/">Die Fülle des Lebens erhalten &#8211; ja selbst zur Mitte des Lebens werden.</a></div></div>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Sie fühlt sich wohl als Frau. Und so traut Elke sich dann, im Urlaub den alten Kontakt mit der früheren Freundin wieder aufzunehmen, und sich zu verlieben. „Martina kann sich ganz auf mich einlassen, wie ich jetzt bin – ohne 25 Jahre als Folie ständig vergleichen zu müssen“, freut Elke sich.</span></p>
<p>Jetzt führen sie, erst einmal, eine Fernbeziehung. Manchmal ist die neue Freundin in der Gemeinde zu Gast. Dann kann es vorkommen, dass jemand schief guckt, weil Elke nun was mit einer Frau hat. Es kommen aber auch Paare, die Beziehungsberatung haben möchten: Denn die Pfarrerin kenne doch beides: Mann zu sein und Frau.</p>
<div class="ssp"></div>
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		<title>Liebe ist kein Abo</title>
		<link>https://eine-tuer.de/liebe-ist-kein-abo/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Feb 2014 10:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Du gehörst mir“ ist ein Satz, der Besitzanspruch deutlich macht. In Gerhards Beziehung hat dieser Satz auch nach 27 Jahren keinen Platz. „Sobald dieser Besitz kommt, findet die Liebe immer weniger statt.“ ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte vierzig ist Gerhard, als er eine junge Kollegin in sein Team holt. Karin, Anfang Dreißig, hat zwei Kinder, die aus dem Gröbsten raus sind und will beruflich durchstarten. So fangen eigentlich Arztromane an: Chef verliebt sich in Mitarbeiterin, sie ist deutlich jünger, bewundert ihn jungmädchenhaft. „Da fühlte ich mich natürlich sehr gemocht und sehr gewollt.“ Er, der als junger Mann kein Frauenheld war, erlebt sich in einer neuen Rolle. „Wenn wir Männer älter werden – das ist bei Frauen anders – und nicht vergessen, uns zu waschen und zu rasieren, bekommen wir ja plötzlich Blicke gesendet, die ich gerne als junger Mann gehabt hätte.“</p>
<blockquote><p>„Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich Karin lieben darf.“</p></blockquote>
<p>Aufgewachsen in einem Pastorenhaushalt als jüngstes von zehn Geschwistern, prägen ihn lange die sehr konservativen Moralauffassungen, die seine Familie bestimmten. Ein übermächtiger, unerreichbarer Vater und eine Mutter, die ihn von den Mädchen fernhalten wollte, lassen seinen Entschluss reifen: „Ich werde nicht heiraten.“ Dass er doch heiratet, ist nicht zuletzt dem Erwartungsdruck seiner Familie geschuldet. Die Ehe scheitert. „Liebe muss immer eine freie Entscheidung bleiben. Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich Karin lieben darf“, sagt der heute 72-Jährige. Fast drei gemeinsame Jahrzehnte leben Gerhard und Karin als Paar, Eifersucht, Verzweiflung und zeitweilige Trennung eingeschlossen. Eine Wohnung geteilt haben die beiden nie. <div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Gottes Liebe überwindet Klischees" href="http://eine-tuer.de/gottes-liebe-ueberwindet-klischees/">Wenn</a>
<a title="Gottes Liebe überwindet Klischees" href="http://eine-tuer.de/gottes-liebe-ueberwindet-klischees/">wir ehrlich sind, dann spielt das Alter in der Bibel überhaupt keine Rolle.
Ganz andere Kriterien für Beziehungen zwischen Menschen gelten hier: Liebe, Verbindlichkeit, Verantwortung, Respekt.</a></div></div></p>
<p>„Ich weiß, dass ich eine Zeitlang gesagt habe: ich wünsche mir eigentlich, dass wir den Mut hätten, hinter eine gemeinsame Wohnungstür zu gehen.“ Beide kannten das Familienleben in gemeinsamen Räumen. „Der Alltag, das Sich-gewöhnen wird so überstark, dass das Besondere am anderen keinen Platz mehr hat zu blühen.“ Da muss der Rasen gemäht, das Auto gewaschen, dies und das gemacht werden. „Ich frage mich, wie viel Paare in einer entsprechend langen Zeit, nämlich 27 gemeinsamen Jahren, sich überhaupt zwei Stunden am Tag oder auch nur eine intensiv unterhalten, ohne dass eine Unruhe ist.“ Wie ist es denn, wenn man nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt? „Ist man dann so wach und prall auf den anderen? Hat man nicht eher das Gefühl, hoffentlich lässt mich der andere in Ruhe? Das habe ich doch auch erlebt.“ Nach reiflicher Überlegung belassen sie es bei zwei Wohnungen und fast täglichen Treffen. Dann wird alles auf den Tisch gelegt, was der Tag mit sich gebracht hat. „Wenn wir zusammen sind, sind wir nur füreinander da.“</p>
<blockquote><p>„Der ganze Eifersuchtskram bringt uns nicht weiter. Ich kann das nicht und ich will das auch nicht.“</p></blockquote>
<p>Ein Weg des gemeinsamen Lebens, der viel Vertrauen benötigt. Auch das musste wachsen im Laufe der Jahre. Denn eigentlich wollten sie eine freie Beziehung leben. „Da sind wir – Gott sei Dank – gnadenlos gescheitert!“ Es war eine kräftezehrende Phase ihrer Liebe. „Wir haben beide gelitten wie die Hunde, waren wahnsinnig eifersüchtig.“ Ihm wird klar: „Der ganze Eifersuchtskram bringt uns nicht weiter. Ich kann das nicht und ich will das auch nicht!“ Es brauchte also etwas ganz anderes: Vertrauen.</p>
<p>„Wenn sie sagt ‚ich liebe Dich und will mit Dir zusammen sein‘, dann will ich dem vertrauen. Sie soll auch mir vertrauen, wenn ich sage ‚ich liebe Dich und will mit Dir zusammen sein‘. Aber: Du bist nicht mein. Du gehörst nicht mir.“ Sobald dieser Besitzanspruch ins Spiel kommt, findet die Liebe immer weniger statt, beobachtet Gerhard in seinem Umfeld. Weil die Liebe keine freie Entscheidung mehr ist. „Liebe ist kein Abo. Das ist allenfalls eine Tageskarte, die morgen schon nicht mehr gültig sein muss.“ <div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Gottes Liebe überwindet Klischees" href="http://eine-tuer.de/gottes-liebe-ueberwindet-klischees/">ER/SIE weiß das und weil Gott das weiß, legt ER/SIE seinen/ihren Segen auf jeden ernst gemeinten Versuch, es mit der Liebe zu wagen.</a></div></div></p>
<p>Eine Lebens- und Liebeshaltung, die Mut und Kraft erfordert. „Mit einer jüngeren Frau merkt man sein eigenes Alter viel stärker als mit einer gleichaltrigen Frau.“ Zwölf Jahre sind, je nach Lebenssituation, kaum oder auch deutlich spürbar. Sie sind kein unveränderliches Maß. „Ich weiß ja nicht, wohin ich mich entwickle. Und ich verlange nicht von ihr, dass sie sich mit einem greisenhaften Kerl abgibt. Wär ja fatal. Sag ich jetzt so. Wie das dann tatsächlich aussieht, ist noch die andere Frage.“</p>
<div class="ssp"></div>
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		<title>Lola tanzt</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Lucie ist 21, als sie heiratet. Ein flottes friesisches Mädchen. „Dass man die soziale Rolle so stark mit dem Genital verbindet, halte ich für völlig überzogen“, sagt sie die heute 57-Jährige nach fast 37 Jahren Ehe.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ostfriesland in den 1970er Jahren lebte vom Tourismus. Waren die Sommergäste wieder fort, wurde es still in der norddeutschen Küstenregion. Wer da nicht motorisiert war, kam nicht weit. Die Wette, es an einem Samstagabend binnen zwei Stunden vom Sieldorf in die Kreisstadt und zurück, 40 Kilometer also, zu schaffen, ohne wenigstens ein Mofa zu besitzen, war eigentlich nicht zu gewinnen. Lucie nimmt sie trotzdem an, sie liebt das Kräftemessen.</p>
<p>„Ich hab‘ die Jungs alle vermöbelt. Bis auf zwei, die waren noch ein bisschen stärker als ich.“ Die junge friesische Deern gewinnt die Wette – und lernt dabei Hans kennen. „I’m glad I’m a man and so is Lola – la-la-la Lola“ – der Kultsong der Kinks wird ihr erster Tanz in der Harle River Ranch. „Das war unser Lied. Die Melodie passte zu uns. Der Rhythmus passte zu uns, wir waren eher so die Ruhigen miteinander.“</p>
<blockquote><p>„Ich hab&#8217; mir immer Kinder gewünscht.“</p></blockquote>
<p>Als Lucie 21 ist, heiraten die beiden. Niemand hatte ihnen dafür in die Chromosomen geschaut. „Ich wusste, dass da was ist, dass ich anders bin. Ich wusste schon als Kind, dass ich anders bin.“ She walked like a woman and talked like a man, oh my Lola, la-la la-la Lola. Lucie ist das älteste von fünf Kindern, sie ist 13, als ein Gynäkologe ihr sagt, dass sie niemals eigene Kinder haben wird. „Ich hab‘ mir immer Kinder gewünscht. Für mich war das völlig normal, dass eine Familie Kinder hat.“ Weshalb sie keine Kinder haben kann, sagt ihr niemand. Nicht die Ärzte und auch die Eltern nicht. Niemand sollte es wissen, nicht mal die Großmutter. Es war weniger Schutz für die Tochter als vielmehr Schutz für die Familie nach außen. Ein Schweigegelübde innerhalb der Familie. Ein Tabu. Damals, in Ostfriesland. „Die Fassade musste immer stimmen. Mein Leben ist von Fassade immer stark beeinflusst gewesen.“<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Zum Bilde Gottes geschaffen" href="http://eine-tuer.de/zum-bildes-gottes-geschaffen/">Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, zum Bilde Gottes schuf er sie.</a></div></div></p>
<p>23 ist sie, als die Ärzte diagnostizieren, dass sie Hoden im Bauchraum hat. Die müssten raus, die hätten Krebs, hieß es damals. „Als ich die Diagnose bekommen habe, dass ich Hoden habe und xy-Chromosomen, da wusste ich nicht, ob ich auf’s Dach gehen sollte oder nach Hause.“ Sie geht nach Hause. Ihr Mann versteht es so wenig wie sie. Zieht sich zurück. Und kommt dann zu dem Schluss, dass sich durch die Diagnose nichts an seinem Verhältnis zu Lucie verändert hat: Sie ist dieselbe, sein Begehren unverändert geblieben. Es ist nur eine Fremdbeeinflussung in die Ehe gekommen.</p>
<p>Hans liebt Lucie bedingungslos. Trotzdem gab es Phasen, in denen die Ehe belastet war. Lucie macht sich Sorgen, dass Hans sich fortpflanzen möchte. „Das konnte ich ihm nicht bieten. Da habe ich mich klein gefühlt.“ Gespräche im Freundeskreis über Schwangerschaften und Kindererziehung lassen sie einsam daneben sitzen, den Sinn ihres Lebens hinterfragen. Eine Adoption wird ihr verweigert: „Sie sind ja gar keine Frau.“ Lucie und Hans stürzen sich in Arbeit, machen Karriere – „Ich bin dann Filialleiter einer Bank geworden.“ – bauen ein Haus, reisen, nehmen Gastschüler auf.</p>
<blockquote><p>„Ich verstehe nicht, dass man Mensch nicht Mensch sein lassen kann.<br />
Ist das so eine Gefahr für die Ordnung?“</p></blockquote>
<p>Das Tabu, das Schweigegelübde wirkt weiter. Bis ihr zufällig bei der Hausärztin ihre Akten in die Hand fallen. Mitte vierzig ist sie da und liest auf den alten Durchschlägen der Arztbriefe: Zwitter. Gonadektomie. „Damals wusste ich nicht mal, was das ist.“ Es bedeutet: Kastration. Ein heute noch üblicher Umgang mit Menschen, die biologisch keinem eindeutigen Geschlecht zuzuordnen sind. Sie werden operiert und hormonell behandelt, als könne man Geschlecht machen. „Ich verstehe nicht, dass man Mensch nicht Mensch sein lassen kann. Ist das so eine Gefahr für die Ordnung?“ Soll damit eine Ordnung hergestellt werden, die es eigentlich nie gegeben hat? Die lediglich eine kulturelle Setzung ist? Eine binäre Ordnung – männlich oder weiblich – die so vielleicht gar nicht vorgesehen war?<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Zum Bilde Gottes geschaffen" href="http://eine-tuer.de/zum-bildes-gottes-geschaffen/">Intersexuelle Menschen sind keine Montagsproduktionen Gottes.</a></div></div></p>
<p>„Mein Mann sieht in mir keinen Mann. Bin ich auch nicht. Wir scherzen jetzt manchmal, dass ich sein Heimzwitter bin.“ Lucie ist durch eine Wüste von Schweigen, Diskriminierung und Einsamkeit gegangen. „Wir müssten eigentlich lernen, das Besondere, das Schöne, das Gute zu sehen.“ Lernen, uns so anzunehmen, wie wir von Gott geschaffen sind und uns daran zu freuen, wie ein anderer Mensch ist. Lernen, die Unterschiede genießen zu können. „Wir müssen lernen, besser zu lieben. Liebe und Respekt füreinander hängen doch nicht an irgendeiner Geschlechtlichkeit.“</p>
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		<title>Liebe braucht auch: Entscheidung</title>
		<link>https://eine-tuer.de/liebe-braucht-auch-entscheidung/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Werden Ehen im Himmel geschlossen? Gelebt werden sie sicher auf Erden. Krisen sind somit unvermeidlich. „Liebe ist ein Geschenk. Aber Liebe ist auch: Entscheidung“, sagt Monika nach 44 Jahre Ehe.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Münster 1965, Zeit der Studentenbewegung. Monika ist neu in der Universitätsstadt, die junge Psychologiestudentin kennt noch niemanden. Etwas verspätet zur ersten Vorbesprechung des Pflichtpraktikums kommt ein Mitstudent, „der mir schon älter vorkam und sehr erfahren aussah“. Aus einem gemeinsamen Praktikum und dem aktiven Engagement in der Studentenbewegung wird mehr. „Ich war damals sehr verliebt in Jochen, und ich hab’ ihn immer noch lieb“, sagt sie heute. 44 Jahre sind Monika und Jochen verheiratet. Ob die Liebe für ein ganzes Leben reichen würde, war allerdings nicht immer klar.</p>
<p>„Es gehört immer wieder eine Entscheidung dazu, in der Liebe zu bleiben. Das weiß man am Anfang aber so noch nicht.“ Sie trennen sich, kommen wieder zusammen, sie verloben sich. Nach dem Examen geht Jochen nach Süddeutschland, Monika folgt ein halbes Jahr später.</p>
<blockquote><p>„In den anfänglichen Krisen hilft es auch nicht, wenn man Psychologie studiert hat.“</p></blockquote>
<p>Die beiden heiraten 1970. Sie müssen ihren Platz im Leben finden, der Beruf ist beiden wichtig. Um berufstätig zu werden, hätte die junge Psychologin damals rein rechtlich gesehen die Erlaubnis ihres Mannes benötigt. Für den allerdings ist es selbstverständlich, dass sie arbeitet. Sie baut eine diakonische Ehe-, Lebens- und Erziehungsberatung auf. „Die gab es damals noch selten. Und von Ehe hatte ich wenig Ahnung, auch wenn ich mit meinem Mann schon ein paar Jahre zusammen war.“ Die Realität macht auch vor der eigenen Beziehung nicht Halt: Die Verliebtheit der ersten Jahre geht in den Alltag über, es kommt wie anderswo auch zu Verletzungen und Enttäuschungen. Die Liebe wird ein bisschen fadenscheinig. <div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Nimm den goldenen Ring von mir" href="http://eine-tuer.de/nimm-den-goldenen-ring-von-mir/">Die Sehnsucht ist golden. Die Sehnsucht, dass es gelingen kann, die Liebe nicht zu verlieren.</a></div></div></p>
<p>„In den anfänglichen Krisen hilft es auch nicht, wenn man Psychologie studiert hat“, gesteht die langjährige Eheberaterin. Was half war, dass sie und ihr Mann ähnliche Einstellungen hatten und im Alltag gut miteinander harmonierten. „Mit einem anderen Mann hätte ich mir das nicht vorstellen können.“ Nach fünf Jahren wird die erste Tochter geboren, zwei Jahre später die zweite. Die Elternschaft rückt nach vorne. „Mit unseren Kindern, das war eine schöne Zeit.“</p>
<blockquote><p>„Es ist ja nicht so, dass die Liebe mal da ist und dann weg. Sie wird nur dünner.“</p></blockquote>
<p>Nach zwei Jahrzehnten von den Pflichten der Elternschaft befreit engagieren sich beide beruflich noch stärker als bisher. „Ich habe mich gefreut, dass ich endlich nicht mehr darauf achten musste, wann ich nach Hause komme.“ Sie hatten einander immer die Eigenständigkeit gelassen, aber jetzt lebt jeder sein eigenes Leben. Die Balance zwischen Nähe und Distanz in der Partnerschaft wird empfindlich gestört. Monika und Jochen erleben, was passiert, wenn man sich nicht mehr aufeinander einlässt, nicht mehr achtsam für den anderen ist. „Wir hatten uns auseinander entwickelt, wir hatten uns nichts mehr zu sagen.“ Die Frage der Trennung steht im Raum – auch nach so langer Zeit.</p>
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Nimm den goldenen Ring von mir" href="http://eine-tuer.de/nimm-den-goldenen-ring-von-mir/">Mir hilft es, mich an mein Versprechen zu erinnern. Es gleichsam aufzupolieren, wie man auch Gold poliert.</a></div></div>
<p>Liebe braucht immer wieder Entscheidung. „Das habe ich erst nach und nach begriffen.“ Bei der jetzt anstehenden Frage – „Schaffen wir es, miteinander alt zu werden? – wird diese Erfahrung wegleitend. „Es ist ja nicht so, dass die Liebe mal da ist und dann weg. Sie wird nur dünner.“ Dann ist Achtsamkeit gefragt. Wache Augen für den Partner und das ernsthafte Überlegen, ob man noch freiwillig zusammen sein will. Und eben die Entscheidung, den Partner mit liebevollen Augen anzuschauen. „Ja, ich will ihn lieben. Mit zunehmendem Alter ist mir das leichter gefallen.“ Eine Entscheidung, die Zeit braucht und das miteinander reden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Erotik darf auch aus einer langjährigen Ehe nicht verschwinden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es hilft, dass es nicht die erste Krise ist, die anfragt. Es gibt eine lange Strecke gemeinsamen Lebens. Man selbst ist reifer geworden.</p>
<p>Reifer geworden ist auch die Liebe. Verliebtheit macht zwar das Leben richtig bunt, hält aber nicht ewig. „Es muss eine andere Qualität hineinkommen.“ Dem Anderen Gutes zu wollen beispielsweise, sich gegenseitig zu unterstützen, sich zu respektieren oder sich beim anderen geborgen fühlen zu können. „Es sind ganz viele Facetten, die dazukommen. Aspekte der freundschaftlichen Liebe, des Vertrauens – wobei ich nicht sagen will, dass die Erotik aus einer langjährigen Ehe verschwinden darf.“</p>
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		<title>Beruf oder Liebe?</title>
		<link>https://eine-tuer.de/beruf-oder-liebe-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jens Janson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Guido Westerwelle und Klaus Wowereit hätten sich vor 30 Jahren nicht ungestraft outen dürfen. Hans-Jürgen liebt Männer und erhielt dafür in den 1980er Jahren Berufsverbot.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An Liebe war in jungen Jahren nicht zu denken. Wie fühlt sich ein Heranwachsender auf dem – sprichwörtlich – platten Land in Norddeutschland, wenn er gut mit Mädels auskommt und zugleich merkt, dass es aber nun mal die Jungs sind, die ihn sexuell anziehen?</p>
<p>Er braucht Zeit und langen Atem. Wie Hans-Jürgen. Er wartet, macht es nicht öffentlich. Es ist auch niemand da, mit dem er darüber sprechen könnte. Nicht in der Familie, nicht im Freundeskreis, auch nicht in der Gemeinde, in der er sich als Jugendlicher engagiert. Also geht er erst mal zur Bundeswehr. Die Liebe kommt viel später.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Männerliebe" href="http://eine-tuer.de/maennerliebe/">Aber zwischen Männern gibt es doch keine Liebe!</a></div></div></p>
<p>Als der junge Theologiestudent nämlich – heftig verliebt – erlebt, dass er nicht mehr ausgegrenzt wird. „Da waren Menschen, die mich unterstützt haben. Das sind wichtige Erfahrungen, die einen beflügeln.“ Sein Selbstbewusstsein wächst. Als er seine erste Pfarrstelle übernimmt, zieht mit ihm sein Partner ins Pfarrhaus. „Das war überhaupt kein großes Thema.“ Bis 1979.</p>
<blockquote><p>Zwei Liebesbeziehungen zerbrechen, werden durch die äußeren Schwierigkeiten verschlissen.</p></blockquote>
<p>Hans-Jürgen erklärt sich mit einem Kollegen solidarisch, der auch mit einem Mann zusammenlebt, deswegen aber angegriffen wird. Die Quittung lässt nicht lange auf sich warten: er wird zunächst beurlaubt, dann verliert der Theologe seine Pfarrstelle. Die Leitung seiner Landeskirche lässt es auf einen Prozess ankommen, denn die Lebensweise ihres Pfarrers scheint unvereinbar mit seinem Verkündigungsauftrag. Nach jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen erfolgt das Urteil: fünf Jahre Wartestand.</p>
<p>„Der Mann muss arbeiten dürfen!“, befand kurz nach ihrem Amtsantritt seine Landesbischöfin. Der Traum vom Gemeindepfarramt bleibt jedoch unerfüllt, Hans-Jürgen wird stattdessen Klinikseelsorger. Ehrenamtlich war er über die Jahre hinweg ohnehin ständig im selbst gewählten Dienst.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Männerliebe" href="http://eine-tuer.de/maennerliebe/">Die Aufspaltung der Liebesfähigkeit des Menschen diente der Kirche durch Jahrhunderte hindurch dem Zweck, die Sexualität herabzusetzen und zu verteufeln.</a></div></div></p>
<p>Zwei Liebesbeziehungen zerbrechen, werden durch die äußeren Schwierigkeiten verschlissen. Hans-Jürgen war bekannt, wurde öffentlich wahrgenommen. Für seine Partner waren diese Belastungen zu groß. Eine Feuerprobe ist das auch für seinen neuen Freund. Sie lernten sich 1992 auf einer Veranstaltung des Vereins <em>Homosexuelle und Kirche</em> kennen. Prompt erschien ein Bild im <em>Spiegel</em>, an der Seite Hans-Jürgens wurde er damit geoutet – auch vor seiner eigenen Familie. Doch: Bernd blieb.</p>
<p>Er blieb trotz jahrelanger Fernbeziehung. Bernd blieb auch, als Hans-Jürgen auf eine lange, schon vor dem Kennenlernen geplante Reise an die Westküste der USA ging. „Ich bin HIV-positiv“, offenbarte sich der Theologe. Bernd blieb.</p>
<blockquote><p>„Wir streiten uns auch ganz kräftig, wenn es sein muss.“</p></blockquote>
<p>15 Jahre trennen die Lebenspartner. Stadtmensch ist der Eine, der Andere, von Beruf und mit Leidenschaft Gärtner, liebt das Land. Hans-Jürgen reist sehr gerne, sein Freund fliegt nicht, ist häuslicher. Zahlreiche Ehrenämter des Seelsorgers lassen die gemeinsame Zeit schon mal knapp werden. „Wir streiten uns auch ganz kräftig, wenn es sein muss. Wir haben durchaus Meinungsverschiedenheiten, wir sind auch politisch auseinander.“ Genau genommen, betrachtet Hans-Jürgen aber gerade das als Bereicherung. Die Beziehung hat sich entwickelt, sie haben ihr Zeit dafür gegeben, von Anfang an und ganz bewusst. Das trägt bis heute. „Ich empfinde das als Stärke, dass man auch eigene Wege gehen kann, den anderen in seinem So-Sein belässt.“</p>
<blockquote><p>„Grüß auch schönen Deinen Mann“</p></blockquote>
<p>Ihren 20. Jahrestag feiern sie – auf dem Standesamt. Auch für die Absicherung, denn schließlich hat ihn Bernd beruflich unterstützt „wie eine klassische Pfarrfrau“. Vor allem aber, weil der Lebens- und Liebespartner so aus dem Hintergrund tritt, sichtbarer wird durch das öffentliche Bekenntnis. Nun heißt es nämlich: „Grüß auch schön deinen Mann!“ Hans-Jürgen ist selbst überrascht, welche Aufwertung da spürbar wird.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Männerliebe" href="http://eine-tuer.de/maennerliebe/">Gerade die Kirche, die eine Propagandistin der Liebe sein müsste, sollte für die Liebe eintreten: an allen Orten, wo sie ereignet.</a></div></div></p>
<p>Dass er in seinem Leben dafür kämpfen würde, dass es für Homosexuelle einfacher wird, das wusste der heute 64-jährige Hans-Jürgen als junger Mann noch nicht. „Es gab keine Vorbilder damals.“ Heute gibt es sie. Hans-Jürgen ist einer von ihnen.</p>
<div class="ssp"></div>
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		<title>Der Plan war anders</title>
		<link>https://eine-tuer.de/der-plan-war-anders/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[66 Prozent der Deutschen glauben an die Liebe fürs Leben, sagt das Allensbach-Institut. Daran glaubt auch Meike – und ist noch auf der Suche.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kreuzfahrt sollte eine Überraschung werden, hatten sich Kati und Jörg überlegt. Das wäre doch ein tolles Geschenk für Jörgs Schwester! „Oh nein!“, war Meikes Urteil zu dieser Idee. Bloß keine Kreuzfahrt – Aktivurlaub wäre schon deutlich interessanter gewesen für die Mittvierzigerin. Allerdings nicht in der Variante, die ihrem Bruder vorschwebte: Meike allein unter lauter Singles. „Oh Gott! Horror!“</p>
<p>Singles sind nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Das ist eines der zahlreichen Vorurteile, die schnell zur Hand sind. Egoistisch seien sie, ist auch oft zu hören. Und zu anspruchsvoll. „Ein paar Ansprüche zu haben, finde ich nicht egoistisch. Viel schlimmer finde ich Paare, die nur noch zusammen sind, weil es das Leben einfacher macht, die sich dabei aber wahnsinnig auf den Geist gehen. Das kann ich mir nicht vorstellen.“</p>
<blockquote><p>„Sofort Kinder bekommen ohne Berufspraxis &#8211; dann hat man doch nie eine Chance, im Beruf Fuß zu fassen. Man hat eigentlich gar keine Wahl.“</p></blockquote>
<p>Meike wollte sich nicht abhängig machen, ohne auf eigenen Beinen stehen zu können. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studiert sie Kulturwissenschaften, ihr langjähriger Freund wird Jurist. Sie will wieder ins Verlagswesen, aber als sie mit dem Studium fertig ist, sind die Printmedien in der Krise und bauen allerorten Stellen ab. Sie kann sich nicht aussuchen, wohin sie geht, muss nehmen, was sie findet. „Meine oberste Priorität war die Jobsuche, um überhaupt erst mal meine Existenz zu sichern.“ Ihr Liebster hat deutlich mehr Möglichkeiten, ist aber nicht kompromissbereit. Meike wird zur Generation Praktikum, sechs Monate hier, sechs Monate dort. Wenn die festangestellten Kolleginnen und Kollegen am Freitagmittag nach Hause gehen, sitzt Meike noch im Büro. Interessante Tätigkeiten, aber kaum Geld und noch weniger Perspektiven.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Jesus – der biblische Single" href="http://eine-tuer.de/jesus-der-biblische-single/">„Jesus trifft seine Entscheidung gegen die traditionelle, eigene Familie und für die neue Gemeinschaft.“</a></div></div></p>
<p>Ihr Vorsatz, auf eigenen Beinen stehen zu können, kostet sie die Beziehung. Die Liebe zerbricht. Drei Jahre Praktika und Fortbildung, dann war das Maß voll. „Nie wieder ein Praktikum!“, schwört sich Meike. Zwar findet sie Arbeit, lebt aber weitere zehn Jahren mit befristeten Verträgen. „Es ist doch irgendwie pervers, man hat eigentlich gar keine Wahl. Sofort Kinder bekommen ohne Berufspraxis – dann hat man doch nie eine Chance, im Beruf Fuß zu fassen!“</p>
<blockquote><p>„Es ist nicht so schwer, jemanden zu finden. Aber man muss sich doch auch wirklich mögen.“</p></blockquote>
<p>Meike lebt in einer Großstadt, fährt mit ihren Nichten in Urlaub, kümmert sich um die alt werdende Mutter und lernt auch Männer kennen. „Meist lernst Du Menschen über Bekannte oder durch Zufall kennen. Dann findet Dich jemand toll, man trifft sich.“ Manchmal wird mehr daraus, aber die Bekanntschaften sind nicht von Dauer. „Es ist nicht so schwer, jemanden zu finden. Aber wenn ich dann tausend Kompromisse schließen muss, ist das nichts für mich. Nur um einen Partner zu haben? Nein, man muss sich doch auch wirklich mögen!“<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Jesus – der biblische Single" href="http://eine-tuer.de/jesus-der-biblische-single/">„Eines ist sicher: Singlesein ist ein gleichberechtigter Lebensentwurf neben anderen auch.“</a></div></div></p>
<p>Ein fester Arbeitsplatz, eine Eigentumswohnung, ein lebendiges, tragfähiges soziales Netz: Meike hat viel erreicht. Und das alles noch mal auf Kopf stellen, wenn ein passender Mann um die Ecke kommt? „Klar! Das würde ich. Klar würde ich das.“ Nur eine Single-Kreuzfahrt würde sie deshalb noch lange nicht buchen.</p>
<div class="ssp"></div>
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