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	<title>Eine Tür ist genug &#187; Wer in der Liebe lebt</title>
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	<description>Beziehungsgeschichten im Jetzt...</description>
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		<title>Gottes Liebe überwindet Klischees</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer in der Liebe lebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Liebe unseres Gottes, die er uns zum Geschenk macht, kennt keine Hierarchie. Leider vergessen wir dabei allzu oft, dass wir Zeit unseres Lebens für dieses wunderbare Geschenk Gottes an uns selbst verantwortlich bleiben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der 18-jährige Harold wohnt mit seiner wohlhabenden Mutter in einer Villa. Er begegnet Maude, einer 79-jährigen Frau, die mit ihm Freundschaft schließt. Maude ist wie ein Gegenpol zu Harald: unkonventionell, energisch, impulsiv und lebensfroh – und blickt doch als Holocaust-Opfer auf eine traumatische Jugend zurück. Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere fühlen sich Harold und Maude zueinander hingezogen und verlieben sich schließlich. Es entwickelt sich über den großen Altersunterschied hinweg eine Liebesbeziehung.</p>
<p>Die Geschichte von Harold und Maude, Gegenstand des gleichnamigen Filmes, ist für mich und viele Menschen meiner Generation zum Kult unserer Jugend geworden. Der Film ist ein freches Synonym für das Aufbegehren gegen die Spießigkeit – für Menschen, die nicht bereit sind, sich in die Schachteln, Schablonen und Klischees stecken zu lassen, die die Normierer für sie vorgesehen haben. Ein Film für Menschen, für die kein gesellschaftliches DIN-Maßsystem passt.<br />
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					<div class='et-box-content'><a title="Liebe ist kein Abo" href="http://eine-tuer.de/liebe-ist-kein-abo/">Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich Karin lieben darf.</a></div></div></p>
<p>Harold und Maude finden sich in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit und lernen sich lieben. Zwischen ihnen liegen demografisch zwei Generationen. Unsere Gesellschaft scheint solchem Zusammentun von Jung und Alt – erst recht in Liebesbeziehungen – von Grund auf zu misstrauen. Wir basteln lieber an den uns vertrauten Klischees. In denen wird der ältere Mann mit der jungen Frau dann schnell zum ‚Lustgreis‘, der die ‚erotische Altenpflegerin‘ mit seinem Geld an sich bindet. Und die ältere Frau mit dem jungen Mann wird zur ‚unbefriedigten Jungfer‘, die von ihrem ‚Lover‘ sowieso wegen einer Jüngeren verlassen wird – aber erst, wenn er ihr Vermögen durchgebracht hat. Die Regenbogenpresse liefert dazu täglich die entsprechenden Storys aus der Welt der Schönen und Reichen.</p>
<blockquote><p>„Wir übersehen den entscheidenden Fakt, der unsere Sicht auf die Dinge radikal verändern würde.“</p></blockquote>
<p>Warum sind wir oft so lustvoll boshaft? Vielleicht weil wir tief im Unterbewusstsein ahnen, dass da irgendwo im System ein Fehler steckt? Und in der Tat ist das ja auch gar nicht so falsch, das mit dem Fehler im System. Doch weil wir es uns in der Regel gern einfach machen, übersehen wir den entscheidenden Fakt, der unsere Sicht auf die Dinge radikal verändern würde:</p>
<p>Nicht der Altersunterschied oder sonstige vermeintlich unüberbrückbare Barrieren stellen das Problem in Beziehungen dar, sondern die in ihnen nicht selten versteckte Hierarchie. Wenn die Verlockung der Jugendlichkeit oder der Vorsprung an Lebenserfahrung des/der Älteren zum Instrument der Macht gegen den/die Andere/n wird, kippt die Balance zum Ungesunden, wird ein Mensch unterdrückt, marginalisiert – dann wendet sich die Liebe in Vernichtung. Doch die Elemente der Hierarchie sind weder das Alter, der soziale Hintergrund, die ethnische Herkunft oder die körperliche Disposition selbst, die den einzelnen in seinem So-Sein prägen. Es sind vielmehr deren Bewertungen, Zuschreibungen und Instrumentalisierungen, die sich in Strukturen verfestigen, Beziehungen hierarchisieren und schließlich verletzen und zerstören.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Liebe ist kein Abo" href="http://eine-tuer.de/liebe-ist-kein-abo/">Mit einer jüngeren Frau merkt man sein eigenes Alter viel stärker als mit einer gleichaltrigen Frau.</a></div></div></p>
<p>Ich betrachte es daher auch nicht als Zufall, dass es in der Bibel kaum Belegstellen zu Altersunterschieden in Beziehungen gibt. Die kargen biblischen Bezüge zum Thema gehören, wenn überhaupt, dann in den Bereich der Spekulationen: Hagar, Abrahams Magd/Zweitfrau mag erheblich jünger gewesen sein als er, schließlich konnte er ja zunächst mit der greisen Sara keine Kinder zeugen. Batseba, das Lustobjekt Davids, war schön und nach unseren gängigen Klischees gewiss auch jung und schließlich wird Joseph, der Vater Jesu, in der gesamten Ikonografie als älterer Ehemann der Jungfrau dargestellt.</p>
<p>Doch wenn wir ehrlich sind, dann spielt das Alter in der Bibel überhaupt keine Rolle. Ganz andere Kriterien für Beziehungen zwischen Menschen gelten hier: Liebe, Verbindlichkeit, Verantwortung, Respekt.</p>
<blockquote><p>„Die Liebe unseres, die er uns zum Geschenk macht, kennt keine Hierarchie.“</p></blockquote>
<p>„Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“, so heißt es im so genannten Hohelied der Liebe in 1. Kor. 13,4-7, der nicht zufällig beliebtesten Bibelstelle für Trausprüche.</p>
<p>Die Liebe unseres Gottes, die er uns zum Geschenk macht, kennt keine Hierarchie. Leider vergessen wir dabei allzu oft, dass wir Zeit unseres Lebens für dieses wunderbare Geschenk Gottes an uns selbst verantwortlich bleiben. Die Verantwortung aber ist kein Zuckerschlecken.</p>
<blockquote><p>„ Wenn wir Liebe nicht mehr empfinden, dann liegt das nicht an der ‚Laune der Natur‘, sondern an uns.“</p></blockquote>
<p>Ich bin jetzt seit 20 Jahren mit einer Frau verheiratet, die jünger ist als ich und deren Wurzeln nicht in Deutschland liegen. Wir haben viele Situationen erlebt, in denen jenes Gefühl eines Gefälles in unserer Partnerschaft mal bei dem einen mal bei der anderen aufkam. Dass wir jedoch letztlich die Balance in unserer Liebe halten und unseren Sohn in der Erfahrung dieser Balance großziehen konnten, das war oft harte Arbeit. Aber: es war und ist in all der Zeit bis heute eine wunderbare Erfahrung!</p>
<p>Sicherlich hätte es auch schief laufen können. Wären wir dann auch ungerecht geworden und hätten der Liebe ihre oben noch beschworenen Eigenschaften abgesprochen? Ich weiß es nicht – aber ich bin der festen Überzeugung: Wenn wir Liebe nicht mehr empfinden, dann liegt das nicht an der ‚Laune der Natur‘, sondern an uns, die wir aus welchen berechtigten Gründen auch immer diesem ungeheuren Anspruch der Liebe an uns Menschen nicht gerecht werden konnten. Beziehungen laufen immer auch Gefahr, zu scheitern. ER/SIE weiß das und weil Gott das weiß, legt ER/SIE seinen/ihren Segen auf jeden ernst gemeinten Versuch, es mit der Liebe zu wagen.</p>
<p><span style="font-size: 7pt;"> Martin Rosowski ist Theologe und Historiker, Hauptgeschäftsführer der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland</span><br />
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		<title>Männerliebe</title>
		<link>https://eine-tuer.de/maennerliebe/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jens Janson]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer in der Liebe lebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es Liebe zwischen Männern gibt, ist sogar dort umstritten, wo so viel von Liebe die Rede ist: in der christlichen Kirche. Was aber wäre geeigneter, dem Frieden zu dienen, als Männerliebe?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Mein Bruder Jonatan, mein bester Freund. Voll Schmerz und Trauer weine ich um dich; denn deine Freundschaft hat mir mehr bedeutet, als Frauenliebe je bedeuten kann.“ Mit diesen Sätzen endet das Klagelied Davids auf Saul und seinen Freund Jonatan im Buch Samuel.</p>
<p>Männerliebe. Gemeint ist nicht der augenzwinkernde Kumpelsatz am Männerstammtisch: „Mensch, wahre Liebe gibt es doch nur unter Männern“. Gemeint ist auch keine Herabsetzung der Liebe zwischen Männern und Frauen. Es handelt sich vielmehr um ein Bekenntnis. David bekennt sich zu seiner Liebe zu Jonatan, dieser einmaligen und von ihm nie wieder erlebten Liebe.</p>
<blockquote><p>„Darum sollten wir auch nicht mehr von Homo-, Bi- und Heterosexualität sprechen, sondern nur noch von Liebe, die sich jederzeit zwischen zwei Menschen ereignen kann, welchem biologischen Geschlecht sie auch zugehören.“</p></blockquote>
<p>Dass es Liebe zwischen Männern gibt, ist sogar dort umstritten, wo so viel von Liebe die Rede ist: in der christlichen Kirche. „Aber zwischen solchen Männern, da gibt es doch keine Liebe. Da geht es doch zu wie im Bordell“, empört sich ein Besucher einer kirchlichen Veranstaltung. Ich habe ihn nicht nach seinen Bordellerfahrungen gefragt. Was er aussprach, entspricht dem gängigen Vorurteil: Liebe gibt es nur zwischen Mann und Frau. Frauen mögen sich lieben, aber da ist kein Sex dabei. Bei Männern gibt es nur Sex, aber keine Liebe.</p>
<p>Dass Männer Männer lieben können mit allen Ausdrucksformen der Liebe einschließlich unserer sexuellen Begabung, muss ich nicht beweisen. Der große Psychoanalytiker Fritz Riemann hat in seinem Buch über die Liebesfähigkeit des Menschen festgestellt, dass die menschliche Liebesfähigkeit nicht geschlechtsgebunden ist und sich eine homosexuelle Liebe von einer heterosexuellen in nichts zu unterscheiden braucht. Sogar der mörderische Rudolf Höß, Kommandant in Auschwitz, musste einräumen, dass die Männer mit dem rosa Winkel lieber gemeinsam in den Tod gingen als sich trennen zu lassen, wenn einem von beiden ein Chance zum Überleben versprochen wurde.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Beruf oder Liebe?" href="http://eine-tuer.de/beruf-oder-liebe-2/">Als Hans-Jürgen sich mit einem Kollegen solidarisch erklärt, der auch mit einem Mann zusammenlebt, erhält er Berufsverbot.</a></div></div></p>
<p>David liebte Jonatan und Jonatan liebte David. Daran besteht kein Zweifel. „Als David aufgehört hatte mit Jonatan zu reden, verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz.“ So beginnt ihre Liebesgeschichte, die nur eine kurze Blüte erlebt zwischen politischen Intrigen und mörderischen Schlachten, verfolgt von der Eifersucht und dem Hass des verlorenen Königs Saul.</p>
<p>Wenn wir von schwulen Männern sprechen, dann begrenzen wir unsere Vorstellungen auf Männer, „die nun einmal so veranlagt sind“. Aber homo- und heterosexuell liebende Menschen stehen sich nicht wie schwarze und weiße Schafe gegenüber. Unsere Normen propagieren gerne das Entweder – Oder. In unserer Lebenswirklichkeit begegnet uns aber weit häufiger das Sowohl – Als auch.</p>
<blockquote><p>„Wie der Geist weht, wo er will, so weht auch die Liebe, wo sie will.“</p></blockquote>
<p>Darum sollten wir auch nicht mehr von Homo-, Bi- und Heterosexualität sprechen, sondern nur noch von Liebe, die sich jederzeit zwischen zwei Menschen ereignen kann, welchem biologischen Geschlecht sie auch zugehören. Zu Recht hat Helmut Gollwitzer in seiner Auslegung des Hohenliedes Salomo geschrieben: „Jede Zweierbeziehung ist ein schlechthin besonderer Fall. Wie der Geist weht, wo er will, so weht auch die Liebe, wo sie will.“</p>
<p>Der Name für Gott in der Johannestradition ist Liebe: „Liebe Freunde, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott, und Gott lebt in ihm“. Ich höre schon die Stimmen kirchlicher Dogmatiker, die sagen: „Aber damit ist doch die geistig-geistliche Liebe gemeint, die Agape, die Nächstenliebe – doch nicht die körperliche Liebe, doch nicht Eros und Sexus.“<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Beruf oder Liebe?" href="http://eine-tuer.de/beruf-oder-liebe-2/">„Ich bin HIV-positiv“, offenbarte sich Hans-Jürgen. Bernd blieb.</a></div></div></p>
<p>Diese Aufspaltung der Liebesfähigkeit des Menschen diente der Kirche durch Jahrhunderte hindurch dem Zweck, die Sexualität herabzusetzen und zu verteufeln. Ich antworte mit Thomas Mann, der in seinem Zauberberg bewundernd feststellen lässt: „Ist es nicht groß und gut, dass die Sprache nur ein Wort hat für alles, vom Frömmsten bis zum Fleischlich-Begierigsten. Liebe kann nicht unkörperlich sein in der äußersten Frömmigkeit und nicht unfromm in der äußersten Fleischlichkeit, sie ist immer sie selbst“.</p>
<p>Es ist nicht nur dumm, sondern geradezu bösartig, Liebe kategorisieren, normieren und auf die Beziehung von Frau und Mann reduzieren zu wollen. Liebe ereignet sich zwischen Menschen, ob sie Männer oder Frauen sind. Und niemand hat das Recht, Liebe zu verbieten und zu verleumden. Gerade die Kirche, die eine Propagandistin der Liebe sein müsste, sollte für die Liebe eintreten: an allen Orten, wo sie sich ereignet. Denn es kommt nicht darauf an, wen ein Mensch liebt, sondern ob und wie er das tut! Und ereignet sie sich unter Männern, sollte sich die Kirche besonders freuen. Denn was ist geeigneter, dem Frieden zu dienen, als Männerliebe?</p>
<p><span style="font-size: 7pt;">Hans-Georg Wiedemann ist Pfarrer im Ruhestand </span></p>
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		<title>Zum Bilde Gottes geschaffen</title>
		<link>https://eine-tuer.de/zum-bildes-gottes-geschaffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer in der Liebe lebt]]></category>

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		<description><![CDATA[„Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, zum Bilde Gottes schuf er sie“ heißt es in 1. Mos. 1,27. Zum Bilde Gottes geschaffen sind Menschen in ihrer ganzen Vielfalt – auch in ihrer Geschlechtervielfalt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><span style="font-size: 5pt;">Foto: Rainer Eikel/pixelio.de </span></p>
<p>„Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, zum Bilde Gottes schuf er sie“, heißt es in 1. Mos. 1,27. „Als Mann und Frau erschuf er sie.“ Was ist eigentlich eine Frau? Was ist eigentlich ein Mann? Wenn wir diese Frage hören, entstehen Bilder in unserem Kopf. Wir sehen eine Person an, und automatisch ordnen wir sie als geschlechtliches Wesen ein. Mann oder Frau, Junge oder Mädchen – entweder oder.</p>
<p>Dabei ist die Frage, was ein Mann, was eine Frau ist, eigentlich gar nicht so einfach zu beantworten. Woran machen wir unser Urteil fest?</p>
<blockquote><p>„Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu 100 Prozent.“</p></blockquote>
<p>Weltmeisterschaft 2009 in Deutschland. Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya bricht alle Rekorde. Aber Moment mal! Sie startet bei den Frauen, aber sie sieht irgendwie nicht richtig aus wie eine Frau. Ein medizinischer Test wurde gefordert. Die Analyse dauerte Wochen – warum? Es müsste doch einfach sein, das Geschlecht zu bestimmen. Der Generalsekretär des Leichtathletikverbands teilte der Presse schließlich lakonisch mit: „Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu 100 Prozent.“</p>
<p>Geschlechter sind nicht so eindeutig, wie sie zunächst scheinen. Das Geschlecht eines Menschen wird durch das Wechselspiel vieler Faktoren geprägt. Genetische, hormonelle, anatomische, psychische und soziale Faktoren haben Einfluss darauf. Und die Kombinationen dieser Faktoren sind manchmal eben alles andere als eindeutig. Ein Hormonexperte Universität München sagt: „Manchmal ist die Bestimmung des Geschlechts eine willkürliche Festlegung im großen Kontinuum zwischen männlich und weiblich. Es gibt etliche Frauen, die nach wissenschaftlichen Kriterien eigentlich Männer sind.&#8221;<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Lola tanzt" href="http://eine-tuer.de/lola-tanzt/">„Als ich die Diagnose bekommen habe, dass ich Hoden habe und xy-Chromosomen, da wusste ich nicht, ob ich auf’s Dach gehen sollte oder nach Hause.“</a></div></div></p>
<p>Hermaphroditen oder auch Zwitter hat man früher diese Menschen benannt, deren Geschlecht nicht eindeutig festzustellen war. Weil die Begriffe heute stigmatisierend wirken, gebraucht der Ethikrat den zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Begriff Intersexualität. Aber auch dieser Begriff ist weder eindeutig noch unstrittig. &#8220;Die Bezeichnung Intersexualität bezieht sich auf Menschen, die sich aufgrund von körperlichen Besonderheiten nicht eindeu-tig als männlich oder weiblich einordnen lassen (&#8230;). Der Begriff Intersexualität, manchmal auch durch Intergeschlechtigkeit oder Zwischengeschlechtigkeit ersetzt, lässt offen, ob es sich um ein drittes Geschlecht handelt oder ob die Zuordnung nur nicht festgelegt oder festlegbar ist.&#8221;</p>
<p>In Deutschland leben nach Schätzungen zwischen 80.000 und 120.000 Intersexuelle. Am Anfang gehören wir alle zu dieser Gruppe. Bis zur sechsten Schwangerschaftswoche trägt jeder Fötus Anlagen für beide Geschlechter in sich. Erst danach prägen die Gene in der Regel ein männliches oder weibliches Wesen.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Lola tanzt" href="http://eine-tuer.de/lola-tanzt/">„Wir müssten eigentlich lernen, das Besondere, das Schöne, das Gute zu sehen.“ </a></div></div></p>
<p>„Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, zum Bilde Gottes schuf er sie“. In diesem Vers in der Genesis geht es um die Gottebenbildlichkeit der Menschen. Die Vorstellung von der Gottebenbildlichkeit kennt schon die altorientalische Königsideologie. In Ägypten war der Pharao Abbild Gottes und ließ von sich Statuen erstellen. Israel duldete keine kultischen Bilder des Göttlichen, aber das bedeutete keineswegs ein Ende der Vorstellung vom Bild Gottes.</p>
<p>So taucht in 1. Mos. 1,27 die Vorstellung in anderer Weise wieder auf: Nicht Statuen, sondern lebendige Menschen sollen hier das Bild Gottes sein. Das war eine sehr kühne Vorstellung in einer kulturellen Umwelt, die Gott nur durch konkrete Bilder repräsentiert sah. Noch kühner aber ist die damit verknüpfte Idee, dass nicht nur der König oder Pharao, sondern alle Menschen Bild Gottes sein sollen! Alle Menschen sollen Gott in der geschaffenen Welt repräsentieren und sie nach seinem Willen gestalten. Ein Bild Gottes zu sein, meint insofern keine Entsprechung in Aussehen und Gestalt, sondern in der Funktion. Es geht um die Repräsentanz der göttlichen Macht in der Welt.</p>
<blockquote><p>„Doch 1. Mos. 1,27 zielt nicht auf der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau, sondern auf die allen Menschen zukommenden Würde und Verpflichtung.“</p></blockquote>
<p>Folglich ist der Mensch nicht nach dem Bilde Gottes, sondern zum Bild Gottes geschaffen. Dieses beinhaltet eine Aufgabe, nämlich die, sich verantwortlich handelnd zu seinem Lebensraum und den Lebewesen darin verhalten. Insofern der Mensch das tut, ist er oder sie Bild Gottes. Zum Bilde Gottes geschaffen zu sein, ist somit das Charakteristikum der ganzen Menschheit.</p>
<p>Oftmals wurde diese Bibelstelle als Beleg für eine von Gott gewollte Zweigeschlechtlichkeit verstanden. Und ebenso oft wurde gesagt, 1. Mos 1 begründe die grundlegende Differenz zwischen Männern und Frauen. Doch 1. Mos. 1,27 zielt nicht auf der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau, sondern auf die allen Menschen zukommenden Würde und Verpflichtung. Bezüglich des Zum Bild Gottes Geschaffen-Seins des Menschen ist deshalb gerade nicht zwischen männlichen und weiblichen Menschen zu unterscheiden. Der Schöpfungsbericht zielt auf die Beteiligung einer Gesamtheit, nicht auf eine polar konstruierte Zweigeschlechtlichkeit. Diese ist eine Erfindung der Neuzeit.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Lola tanzt" href="http://eine-tuer.de/lola-tanzt/">„Wir müssen lernen, besser zu lieben. Liebe und Respekt füreinander hängen doch nicht an irgendeiner Geschlechtlichkeit.“</a></div></div></p>
<p>Die Unterscheidung zwischen Frauen und Männern, wie wir sie in 1. Mos 1,27 vorfinden, ist zu verstehen als ein Kontinuum von A nach B, mit vielen Zwischenräumen und fließenden Übergängen. In diesem Kontinuum sind alle Geschlechter beheimatet, nicht nur Frauen und Männer. Intersexuelle und transsexuelle Menschen sind keine Montagsproduktionen Gottes, keine Stiefkinder der EWIGEN. Sie sind geschaffen zum Bilde Gottes. Menschen in ihrer ganzen Vielfalt – auch in ihrer Geschlechtervielfalt – sind geschaffen zum Bilde Gottes.</p>
<p>Die Pluralität von geschlechtlichen Identitäten zu achten, bedeutet eine Befreiung von den Fesseln einer historisch konstruierten Geschlechterordnung, die viele Menschen unterdrückt und ausgrenzt: Frauen, Intersexuelle, Homosexuelle, Transgenderpersonen und solche, die als „nicht männliche“ Männer bzw. „nicht weibliche“ Frauen gelten.</p>
<p>Mit der Wahrnehmung und Achtung von Geschlechtervielfalt erhält das Wort Geschlechtergerechtigkeit einen neuen Klang: Es wird weiter, umfassender. Und es trifft den Kern des biblischen Gerechtigkeitsverständnisses: Allen Menschen ist die göttliche Gerechtigkeit zugesagt, denn alle sind geschaffen zum Bilde der EWIGEN.<br />
Amen.<br />
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<p><span style="font-size: 7pt;">DR. ESKE  WOLLRAD, Geschäftsführerin der Evangelischen Frauen in Deutschland</span></p>
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		<title>Nimm den goldenen Ring von mir</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 16:01:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer in der Liebe lebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht – wir brauchen diese Sehnsucht, die Liebe nicht zu verlieren. Spiegelt sie uns doch in menschlichen Möglichkeiten wider, dass Gott uns verlässliche Beziehung zusagt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Nimm den goldenen Ring von mir“, sang jahrzehntelang Drafi Deutscher. „Bist du traurig, dann sagt er dir: Marmor, Stein und Eisen bricht aber unsere Liebe nicht, alles, alles geht vorbei, doch wir sind uns treu.“ Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht – spiegelt die Sehnsucht vieler Menschen zu Beginn einer Ehe wider.</p>
<p>Eigentlich kann und will man es sich nicht anders vorstellen: wir wollen miteinander alt werden, wir wollen für immer miteinander leben. So können sich Menschen versprechen, beieinander zu bleiben, zueinander zu halten und zu stehen, sich zu achten und zu lieben, bis dass der Tod sie scheide.</p>
<blockquote><p>„Gott, die Ewige, ermöglicht uns, Sehnsüchte und Träume zu leben, Hoffnung zu haben.“</p></blockquote>
<p>Menschen am Anfang einer Ehe sind keine Traumtänzer_innen. Sie leben mit dieser Sehnsucht, weil sie von anderen Menschen erfahren haben, was Halt, Verlässlichkeit und Stabilität bedeuten. Oder weil sie gerade das schmerzlich vermisst haben und nun bewusst leben wollen. Menschen brauchen Geborgenheit. Geborgenheit, die wir Menschen geben können, ist ein Ausdruck des Urvertrauens. Ausdruck dafür, dass wir nicht allein sind, dass uns jemand hält, dass jemand bedingungslos „Ja“ zu uns sagt. Als Christin ist für mich diese Kraft Gott. Gott, die Ewige, ermöglicht uns, Sehnsüchte und Träume zu leben, Hoffnungen zu haben, obwohl wir unsere Grenzen kennen und immer wieder erleben.<br />
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					<div class='et-box-content'><a title="Liebe braucht auch: Entscheidung" href="http://eine-tuer.de/liebe-braucht-auch-entscheidung-2/">Es ist ja nicht so, dass die Liebe mal da ist und dann weg. Sie wird nur dünner.</a></div></div></p>
<p>Wir brauchen Sehnsucht und Träume, damit die gemeinsame Wegstrecke einer Ehe bewältigbar wird. Der erste Stein, an den wir stoßen, spätestens der erste quer auf dem Weg liegende Baum oder das nächste Steilstück holen uns in die Wirklichkeit und fordern mehr von uns als goldene Träume.</p>
<p>Reicht in solchen Fällen der Blick auf den Ring, das sichtbare Symbol der versprochenen Liebe?</p>
<p>Möglicherweise schon. Mir hat es bis heute immer wieder geholfen, mich in Krisenzeiten nicht nur an mein Versprechen zu erinnern, sondern ebenso daran, dass der Ring auch ein Zeichen, ein Symbol dafür ist, dass ich selbst eingebunden bin in eine Beziehung, die Gott zu mir hält. Mir hat geholfen, mir klar zu machen, dass ich selbst gehalten bin, dass ich sein darf, wie ich bin – mit meinen Stärken und mit meinen Fehlern. Das gibt mir die nötige Sicherheit, mich um Veränderung zu mühen. Das gibt mir auch die Möglichkeit, Fehler und Schwächen des anderen stehen zu lassen, auszuhalten und Stärken zu sehen und anzuerkennen, auch Veränderungen des anderen wahrzunehmen. Das gibt mir letztlich auch den Mut, auf eine gemeinsame Zukunft zu setzen, wenn gerade nichts mehr zu gehen scheint.</p>
<blockquote><p>„Wie der Ring muss auch die Ehe poliert werden, damit der Goldglanz nicht erlischt.“</p></blockquote>
<p>Denn nicht nur der Ring am Finger bekommt Kratzer und Kanten, trägt Spuren der gelebten Zeit. Wie der Ring selbst muss auch eine Ehe immer wieder nachgeformt werden. Wie der Ring muss sie poliert werden, damit der Goldglanz nicht erlischt. Die Kanten im Ring, sie stehen vielleicht für Verbiegungen, die uns nicht gut getan haben, die Kratzer für Verletzungen, die wir uns zugefügt haben, der matte Schein für Unachtsamkeit und Desinteresse. Vielleicht verweisen sie auch darauf, dass wir uns nicht miteinander weiterentwickelt haben und das Schweigen Raum greift, dass unsere Beziehung sich nicht mehr warm und gut anfühlt.<br />
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					<div class='et-box-content'><a title="Liebe braucht auch: Entscheidung" href="http://eine-tuer.de/liebe-braucht-auch-entscheidung-2/">Es gehört immer wieder eine Entscheidung dazu, in der Liebe zu bleiben. Das weiß man am Anfang aber so noch nicht.</a></div></div></p>
<p>Nützt dann der Blick auf den goldenen Ring noch?</p>
<p>Vielleicht schon. Steht doch das Gold für den letztlich unschätzbaren Wert – für das ungemein Besondere einer Beziehung. Mit diesem Besonderen achtsam umzugehen, es zu schützen und, wenn nötig, nach Verletzungen auch wieder heil werden zu lassen, das heißt für mich, eine Ehe bewusst zu leben. Für mich bedeutet das auch, die Sehnsucht und die Träume des Beginns nicht aufzugeben, sie vielmehr in den ganz normalen Alltag hinein zu tragen. Das erfordert Kraft und Feinfühligkeit, es kostet Mühe und Geduld.</p>
<p>Entscheidend wichtig für mich ist daher auch nicht der Rechtscharakter einer Ehe, sondern das Versprechen, das sich zwei Menschen geben – eingebunden in den Segen der Ewigen.</p>
<p><span style="font-size: 7pt;">Brunhilde Raiser war bis 2012 Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland.</span></p>
<div class="ssp"></div>
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		<title>Jesus – der biblische Single</title>
		<link>https://eine-tuer.de/jesus-der-biblische-single/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 14:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frauke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer in der Liebe lebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Johannes der Täufer, Paulus und Jesus – waren Singles. Letzterer hat möglicherweise Maria Magdalena geliebt. Dennoch hat sich Jesus sich nicht für ein Leben in einer Partnerschaft oder Familie entschieden. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Singles waren der Bibel nicht bekannt. Alleinleben und Alleinlebende sind aber sehr wohl ein biblisches Thema – im Alten wie im Neuen Testament. Dennoch werden die meisten Figuren des Alten Testaments im familiären Kontext der Sippe und des Clans dargestellt.</p>
<p>Die Männer leben in Vielehe und die Frauen – bis auf wenige Ausnahmen – in Abhängigkeit von den Männern. Frauen ohne Männer und ohne Ehe stehen meist am Rande der Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die patriarchal und hierarchisch aufgebaut ist. Jede Form der Beziehung und Partnerschaft, jedweder Lebensentwurf, sind zuerst dieser Ordnung unterworfen.</p>
<blockquote><p>„Jesus trifft seine Entscheidung gegen die traditionelle, eigene Familie und für die neue Gemeinschaft.“</p></blockquote>
<p>Einzig die Propheten scheinen hier eine Ausnahme zu bilden. Allerdings stehen sie oft mit ihrem Reden und Handeln sowieso eher außerhalb der geltenden gesellschaftlichen Normen. Über ihr Beziehungsleben und mögliche Partnerschaften erfahren wir nicht viel.</p>
<p>Im Neuen Testament sehen wir Johannes den Täufer, Paulus und selbstverständlich: Jesus. Sie alle waren Singles. Letzterer hat, wie manche vermuten, möglicherweise Maria Magdalena geliebt. Die offizielle Lesart gibt darüber aber keine Auskunft. Letztendlich hat Jesus sich nicht für ein Leben in einer Partnerschaft oder Familie, sondern für ein Leben in einer Gemeinschaft entschieden. Die besteht aus ihm und zunächst weiteren zwölf Männern und bald danach aus vielen weiteren Weggefährtinnen und Weggefährten. Sein Leben und das Leben der Gefährtinnen und Gefährten sind von Anfang an ganz in den Dienst der neuen Gemeinschaft gestellt. Jesus trifft seine Entscheidung gegen die traditionelle, eigene Familie und für die neue Gemeinschaft.<br />
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					<div class='et-box-content'><a title="Der Plan war anders" href="http://eine-tuer.de/der-plan-war-anders/">„Es ist nicht so schwer, jemanden zu finden. Aber man muss sich doch auch wirklich mögen.“</a></div></div></p>
<p>Selbst wenn das Beziehungsleben und die Partnerschaft zwischen Menschen nicht ausdrücklich thematisiert werden, so betrachtet die Bibel die Menschen aber stets in Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott. So ist der Mensch von Anbeginn als Wesen geschaffen, das in Beziehung zu Gott und anderen Menschen lebt.</p>
<p>Singlesein in biblischer Zeit ist im Allgemeinen meist kein selbstgewählter Lebensentwurf. Allein lebend zu sein ist daher meist auch mit Alleinsein und beziehungslos zu anderen Menschen leben verbunden. Das ist heute anders.<br />
<div class='et-box et-shadow'>
					<div class='et-box-content'><a title="Der Plan war anders" href="http://eine-tuer.de/der-plan-war-anders/">„Ein paar Ansprüche zu haben, finde ich nicht egoistisch. Viel schlimmer finde ich Paare, die nur noch zusammen sind, weil es das Leben einfacher macht, die sich dabei aber wahnsinnig auf den Geist gehen. Das kann ich mir nicht vorstellen.“</a></div></div></p>
<p>Singles leben selbstverständlich in Beziehung mit anderen Menschen. Trotzdem müssen sie einiges aushalten. So beispielsweise die mehr oder weniger gutgemeinte Fürsorge aus dem Umfeld der Familie und des Freundeskreises frei nach dem Motto: Gut gemeint – ist aber noch lange nicht gut gemacht. Subkutan wird dabei das Gefühl geimpft, dass ein alleinlebender Mensch irgendwie doch nicht so richtig vollständig ist und dass diese Unvollständigkeit durch die Hilfe aufmerksamer Mitmenschen beendet werden sollte.</p>
<blockquote><p>„Eines ist sicher: Singlesein ist ein gleichberechtigter Lebensentwurf neben anderen auch.“</p></blockquote>
<p>Klar ist das Singleleben wahrhaftig nicht nur rosig und selbstbestimmt. Allein leben hat auch immer wieder mit Einsamkeit und Verlorenheit zu tun und der Angst davor, diese zu erleben. Davor schützt aber auch Partnerschaft nicht per se.</p>
<p>Eines ist sicher: Singlesein ist ein gleichberechtigter Lebensentwurf neben anderen auch. Schließlich gibt Gott den Menschen die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie alleinleben wollen oder in Partnerschaften. Gleichzeitig sagt er ihnen zu, dass sie im Leben aber nicht allein oder verlassen sein sollen.</p>
<p><span style="font-size: 7pt;">Pfarrer Gerd Kiefer ist Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit der EKD.</span></p>
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